Montag, 12. Dezember 2011

Moorburgtrasse vorerst gestoppt – das ist ein großer Erfolg - doch Scholz will Energiewende mit Vattenfall

Neulich im Senatsgehege
Am 29.11. hat Bürgermeister Scholz zusammen mit den zuständigen SenatorInnen Blankau und Horch sowie den Vorständen von Vattenfall und e.on verkündet „ Hamburg schafft die Energiewende“. Vorgestellt wurden dazu Auszüge aus der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Senat und den ansässigen Energiekonzerne.
Die bisher bekannt gewordenen Details beinhalten dabei durchaus etliche sinnvolle Einsichten bzw. Vorhaben. Das greifbarste und bedeutendste ist: Die Moorburgtrasse soll nicht mehr gebaut werden, das alte Heizkraftwerk Wedel dennoch perspektivisch abgeschaltet, jetzt aber durch ein effizientes Gas und Dampf (GuD) -Kraftwerk ersetzt werden.
Auf der anderen Seite begnügt sich die Stadt mit 25,1% Anteilen an ihren eigenen Energienetzen. Die enorme Chance für Hamburg durch die Volksinitiative „Unser hamburg – unser Netz“ wird zurück gewiesen und stattdessen werden die Atom- und Kohlekraft- Multis weiter bedient. Z.B. wird Vattenfall das lukrative Fernwärmemonopol für alle Zeiten zugesichert.
Die ganz genauen Vertragsunterlagen bleiben im Übrigen bis auf weiteres geheim.
„Moorburgtrasse wird nicht mehr gebaut“
...so wurde es jetzt von Vattenfall und Bürgermeister verkündet, wobei sich Vattenfall jedoch auch 2 Hintertürchen offen gehalten hat.
Hintertürchen Nr.1: Dann, wenn der Volksentscheid von Unser Hamburg – Unser Netz in 2013 Erfolg haben sollte würde die gesamte Kooperationsvereinbarung und ausdrücklich auch die Stornierung der Trasse aufgehoben werden.
Hintertürchen Nr.2: Sollte sich das sog. Innovationskraftwerk, das nun stattdessen die Wärme für den Hamburger Westen produzieren soll „nicht rechnen“ wäre das ebenso ein Grund, die Moorburgtrasse als Option erneut zu ziehen.
Von daher wird auch das ohnehin schon ziemlich absurde Planfeststellungs -verfahren weiter geführt – trotz anders lautender Absichtserklärungen der Entscheidungsträger.
Man bedenke: Die eigentlich unabhängige BSU soll u.a. darüber befinden, ob die Moorburgtrasse eine „alternativlose Projektierung im eindeutig öffentlichen Interesse“ ist. Nur damit begründet ließen sich über 4.700 Ein
wendungen von Umweltverbänden, AnwohnerInnen, betroffenem Gewerbe, Blohm + Voss und anderem zurückweisen...
Protest und Widerstand haben sich gelohnt
Trotz Weiterführen des Verfahrens und trotz der Hintertürchen, die Vattenfall sich offen lässt: Nach dieser eindeutigen Absichtserklärung von Scholz wäre eine Wiederauflage der Trassenplanung nicht vermittelbar und mal mindestens äußerst schwer durchsetzbar.
Das ist natürlich ein großer Erfolg für alle, die sich in den letzten Jahren in sehr vielfältiger Weise gegen die Projektierung gestellt haben. Unzählige Aktionen von AnwohnerInnen, die Baumbesetzungen von AktivistInnen aber auch beharrliche Überzeugungsarbeit der Initiative, die konsequente Unterstützung durch den BUND und gute AnwältInnen haben die Projektierung immer weiter in Frage gestellt.
  • Durch die 4.700 Einwendungen und zu letzt beim Erörterungstermin wurde sehr deutlich, dass die Baustelle unmittelbar 1000ende von AnwohnerInnen massiv betroffen gemacht hätte. Und das in Stadtteilen, die ohnehin hoch belastet sind, in denen die Leute auch von der um sich greifenden Wohnungsnot und Gentrifizierung besonders hart betroffen sind.
  • Die Stadtteile Altona und St.Pauli haben bereits ohne eine Vattenfall –Mega -Baustelle aus vielen guten Gründen ein hohes Niveau an Protesten erreicht, insbesondere auch durch das Recht auf Stadt – Netzwerk beflügelt.
  • Eine ökologische Rechtfertigung für das Projekt gab es nie. Doch zunehmend wurde auch verstanden, dass es sich hierbei um einen Teil des ungeliebten Kohlekraftwerks und nicht etwa um „saubere Fernwärme“ handelt.
  • Durch „Unser Hamburg – Unser Netz“ gibt es eine breit geführte Diskussion in der Stadt, wie es ganz konkret vor Ort aussieht: Bei den Netzen, bei der Fernwärmeversorgung...wessen Interessen werden verfolgt und wessen nicht.
  • Vattenfall hat obendrein „hart dran gearbeitet“ zum Inbegriff eines skrupellosen Konzerns schlechthin zu werden – siehe Krümmel, Brunsbüttel, Lausitz (Braunkohle), aber auch Moorburg. Das hat sicher erheblich polarisiert.
Alles zusammen hat für Vattenfall und den Senat die Risiken bei einer Umsetzung immer unkalkulierbarer gemacht – zumal sich das politische und gesellschaftliche Spektrum des Protestes eben ausdrücklich nicht in eine der üblichen Schubladen einordnen ließ.
Der erfolgreiche Protest zeigt auch, dass es sich sehr wohl lohnt eben nicht „alles hinzunehmen“ und man selbst gegen scheinbar übermächtige Gegner durchaus eine gute Chance haben kann.
Weihnachtsgeschenke für Vattenfall
Die vermeintlichen „Zugeständnisse“ hat sich Vattenfall teuer bezahlen lassen - diesmal besonders gut verpackt und dennoch in der „Kooperationsvereinbarung“ offensichtlich:
  • Das Anliegen von Unser Hamburg – Unser Netz für eine echte Kommunalisierung wird mit Rückendeckung durch den Senat abgewiesen. Stattdessen behalten Vattenfall und E-on mit knapp 75% Anteilen an den Energienetzen den wesentlichen Zugriff auf alle Entwicklungen, sowie weiterhin „satte Gewinne“.
  • Bei den Stromnetzen bedeutet das den Erhalt des Status „Grundversorger“ für Vattenfall, damit Kundenbindung und weiterhin dominierende Marktbeherrschung.
  • Bei der Fernwärmesparte sichert die Vereinbarung Vattenfall die Weiterführung des de -facto Monopols zu. Die Stadt bekommt von den jährlich 140 Mio. € Gewinn gerade mal zugesicherte 4,5% Rendite (auf die 25% angestrebte Anteilsübernahme). Davon wird dann vor allem die Zinslast getragen werden.
  • Der Zugang für dezentrale, erneuerbare Wärme von anderen Produzenten, wie z.B. KEBAP oder auch industrieller Abwärme in das Vattenfall -Fernwärmenetz ist wenn überhaupt nur in Einzelfällen vorgesehen und wird von Vattenfall bestimmt, nicht von einer unabhängigen Regulierungsstelle.
Kohlekraftwerk Moorburg forever? – NIX DA!
Ein Teil der Vereinbarungen bezieht sich auch auf das im Bau befindliche Kohlekraftwerk in Moorburg. Weitere wesentliche Passagen dürften sich im geheimen Vertragsteil finden.
Das Kohlekraftwerk Moorburg selber wird in der „Hamburg schafft die Energiewende“ – Vereinbarung an sich ausdrücklich nicht in Frage gestellt. Die vorgestellte ökologische Leitlinie der Vereinbarung orientiert sich zwar auch an den Anforderungen zur CO2 – Verminderung. Sie lässt aber andererseits den Hauptverursacher in der so geplanten Zukunft außen vor, und ist stattdessen sogar bemüht diesen abzusichern.
Moorburg würde allerdings durch eine Aufgabe der Trassenprojektierung den Status „Kraftwärmekopplung“ verlieren. Das hätte wiederum unabsehbare finanzielle und möglicherweise sogar genehmigungsrechtliche Konsequenzen.
So muss z.B. ein Kohlekraftwerk ohne Wärmeproduktion dann herunter gefahren werden, wenn in der Region ausreichend regenerativer Strom aus z.B. Windkraft erzeugt wird. Eines , mit gleichzeitiger Wärmeproduktion hingegen nicht.
Deswegen wird dann auch der Süderelberaum als mögliches neues Fernwärmegebiet für Moorburg „geprüft“. Für Wilhelmsburg gibt es auch schon länger die Vorplanung und bei einem nun vereinbarten Wegfall der „Altonatrasse“ wird diese „Wilhelmsburgtrasse“ für Vattenfall nun im Rahmen der Vereinbarung aus dem „Schläferstatus“ heraus aktiviert.
Aber auch dort werden wir zusammen mit unseren FreundInnen in Wilhelmsburg Mittel und Wege finden diese zu verhindern.
Unsere Initiative hat sich von Anfang an 2 Ziele gleichwertig gesetzt:
Die Verhinderung der Moorburgtrasse aber auch das im Bau befindliche Kohlekraftwerk in Moorburg so lange zu schwächen, bis es letztlich als Industrieruine endet...und das ist noch ein langer Weg
...aber es geht voran!

Dienstag, 25. Oktober 2011

Kein Vattenfall-Tunnel unter St. Pauli!

Veranstaltung zur Verhinderung einstürzender Altbauten Freitag 28.10. um 19 Uhr GWA/Kölibri, 
Hein-Köllisch-Platz, Teamraum.
Zur Erinnerung: für sein im Bau befindliches Kohlekraftwerk will Vattenfall eine Fernwärmeleitung von Hamburg-Moorburg bis zur Grenze Altonas mit Stellingen verlegen. Für den Teil vom nördlichen Elbufer bis zur Endo-Klinik am Nobistor will Vattenfall St. Pauli untergraben. Der Tunnel für die Fernwärmeleitung soll mit einem Durchmesser von 4,40m in knapp 40m Tiefe verlegt werden. Dabei nimmt Vattenfall nach eigenen Angaben eine sogenannte "Setzungsmulde" in Kauf. Das heißt in einem Streifen von gut 50m jeweils beiderseits des Tunnels sind Versackungen nicht auszuschließen. Der Baugrund unter St. Pauli, insbesondere der Geesthang, gilt als besonders kritisch für Tunnelbauten. Insgesamt 141 zum Teil sehr große Gebäude liegen im Bereich dieser "Setzungsmulde". Es tun sich im Wortsinne Abgründe auf und - bisher noch gedankliche Parallelen zum Kölner Archiveinsturz. Aber so weit muss es ja nicht kommen. Es ist nicht mehr viel Zeit, aber wir können sie nutzen. Auf der Veranstaltung am 28.10. um 19 Uhr im Kölibri wird es einen Info-Teil geben. Im Anschluss werden wir uns für die Demo "Mietenwahnsinn stoppen" (am Samstag, dem 29.10. um 13.00 Uhr ab Millerntor) vorbereiten und bringen dazu Material mit. Das darf von Eurer Seite gerne ergänzt werden.  

Am 18. 11. beginnt dann das Erörterungsverfahren zu Vattenfalls Fernwärmeleitung

Alle Betroffenen können kommen, auch wenn sie bisher noch keine Einwendung geschrieben haben. Die geplante Untertunnelung von St. Pauli ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Einwendung. Die Erfahrung mit solchen Verfahren zeigt leider, dass wir uns nicht darauf verlassen können, dass die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt das schon anständig prüft. Zur Erinnerung: Diese Behörde hat unter der GAL-Umweltsenatorin Anja Hajduk hat - für eine 12,4 km lange Megabaustelle - das sog.e vereinfachte Plangenehmigungsverfahren" angewandt und das Projekt nach lediglich behördeninterner "Prüfung" einfach durchgewunken.
Doch Behörden reagieren wie Parteien und Gerichte auf politischen Druck. Um diesen schnell zu entfalten, möchten wir interessierte St. Paulianer_innen einladen.

Mittwoch, 21. September 2011

KulturEnergieBunkerAltonaProjekt: Cantina in der Viktoriakaserne

KulturEnergieBunkerAltonaProjekt: Cantina in der Viktoriakaserne:


Cantina Cont(r)act als Synergie von KEBAP
(KulturEnergieBunkerProjektAltona) – Heike Breitenfeld in Kooperation
mit Uwe Eilers: Soziale Interaktion (auch Samstag und Sonntag)


Kochen mit einfachen Mitteln, sich erinnern an alte Rezepte, nachhaltige Verwertung von Zutaten durch Verdichtung zu Pasten und Brühen, kombinieren unterschiedlicher Küchen der Welt.
Kochen als unmittelbare Verarbeitung kollektiven kulturellen Wissens mit und ohne Geschichten. Gemeinsam essen an langen Tischen, Sitzordnungen einschließender Kommunikation: Essen/ Teilen/ Mitteilen..
 

Freitag, 30.09. ab 20.00 Uhr
21:30 Uhr Das Recht auf Land oder Das Selbstmachen von Stadt, Politik und Essen. Harald Lemke: Gastrosophisches Plädoyer (Cantina)

Samstag, 01.10. , Uhrzeit demnächst an selber Stelle
Die Ernährungsdiktatur von Tanja Busse,  Publikumsgespräch (Cantina)

Sonntag, 02.10. ab 14.00 Uhr geöffnet


Montag, 03.10.
15.00-18.00 Uhr


KEBAP-Workshop:
KEBAP als Ort des Teilens ausgehend von Cantina:
Essen/ Teilen/ Mitteilen..

Dienstag, 6. September 2011

Auch mal feiern - Widerstand lohnt sich

Lunaparkfest am 10.9.2011 ab 15.00 Uhr 
Spielplatz Lunapark 

17.00 Uhr Swing Tonics 
Der A-cappella-Chor mit Pop-
Klassikern aus 4 Jahrzehnten

Geboten werden Highlights aus 2 Jahren Aktivitäten aus der Schutzzone
Gerne Eßbares beisteuern und Holzspenden sind willkommen.


Montag, 5. September 2011

Sonntag in den Suttnerpark

Der Suttnerpark feiert: Blumen statt Baustelle 2.

Seit „Blumen statt Baustelle“, dem ersten größeren Nachbarschaftsfest im Suttnerpark, ist viel passiert: Es wurde gegärtnert, gegrillt und jeden Dienstag ab 20:00 Uhr findet ein offener Vernetzungstreff an der Feuertonne statt.

Jetzt feiern wir unseren aufblühenden Wiederstand gegen Vattenfalls Pläne für Altona mit einem zweiten Parkfest. Das Programm ist so vielfältig wie die Nachbarschaft selbst und natürlich wollen wir am Ende gemeinsam grillen ...

Blumen statt Baustelle 2.
  • Sonntag, 11.09.2011
  • ab 15:00 Uhr
  • im Suttnerpark an der Suttnerstraße
  • Tango für Anfänger
  • Nachbarschaftsflohmarkt
  • Buttons basteln
  • Grills, Tische und Bänke sind vorhanden
  • für Essen und Getränke sorgt jeder selbst
  • bringt gerne Kuchen und Salate mit
  •  
  •  
    Der Park kommt in'n Quark

Mittwoch, 24. August 2011

Widerstand entlang der Trasse wächst

Es grünt so grün.... immer mehr AnwohnerInnen wehren sich gegen die Moorburgtrasse.
Eine herzliche Einladung Dienstagabend in den Suttnerpark oder Mittwochabend in den Lunapark jeweils ab 20.00 Uhr.
Schonmal Samstag, den 10.9., vormerken. Parkfest im Lunapark. Wir feiern die Rettung der Schutzzone.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Am 16.07.2011 pflanzen wir uns in den Suttnerpark

Wie die Anwohner der Düppelstraße zeigen auch die Anwohner des Suttnerparks ihre Ablehnung der Trassenpläne von Vattenfall. 




Blumen statt Baustelle – wir pflanzen uns in den Suttnerpark!

Aus Protest gegen Vattenfalls Pläne grillen wir und pflanzen Pflanzen.

  • Samstag, 16.07.2011
  • ab 14:00 Uhr
  • im Bertha-von-Suttner-Park
  • Grills, Tische und Bänke sind vorhanden
  • für Essen und Getränke sorgt jeder selbst
  • bringt gerne Pflanzen für den Park mit

Die gesamte Einladung findest Du auf dem Suttnerblog.

Dienstag, 5. Juli 2011

Dienstag, 28. Juni 2011

Moorburgtrasse-stoppen: Moorburgtrasse darf nicht gebaut werden

Gemeinsame Pressemitteilung des BUND Hamburg und der BI Moorburgtrasse-stoppen:

Zum heutigen Ende der Einwendungsfrist haben Vertreter des BUND Hamburg und der Bürgerinitiative „Moorburgtrasse stoppen!" 3.750 Einwendungen gegen die Fernwärmetrasse vom Kohlekraftwerk Moorburg zur Pumpstation Haferweg bei der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) abgegeben. 

Hauptkritikpunkt vieler EinwenderInnen ist die Tatsache, dass die Fernwärmeauskopplung aus dem Kohlekraftwerk die Klimaschutzziele Hamburgs massiv gefährden würde. Sie würde den Fernwärmeabsatz für die Laufzeit des Kohlekraftwerks allein aus Wirtschaftlichkeitsgründen konstant hoch halten und damit der aus Klimaschutzgründen dringend nötigen Wärmesanierung von Altbauten zuwider laufen. Mögliche Alternativen, etwa eine flexible Fernwärmeversorgung mit einem neuen hocheffizienten GuD-Kraftwerk am Standort Wedel, die komplett ohne einen Trassenneubau umgesetzt werden könnte, wurden gar nicht geprüft. 

„Sollte die Fernwärmetrasse kommen, wäre dies die Kapitulation vor den eigenen Klimaschutzzielen, die sich die Stadt gesetzt hat. Eine kohlebefeuerte Fernwärmeversorgung à la Vattenfall behindert massiv den Ausbau dezentraler und klimaverträglicher Lösungen", so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. 

Viele AnwohnerInnen befürchten zudem während der Bauphase ein Verkehrschaos im Bereich der Holstenstraße und erheblichen Baulärm. Mit großer Sorge verweisen betroffene AnwohnerInnen auch auf Hinweise in den Planunterlagen, nach denen „Setzungsmulden" im Bereich des Geesthanges beim Tunnelbau „nicht ausgeschlossen werden können". „Aus heutiger Sicht würden viele Anwohner die Zustimmung für die Untertunnelung ihrer Häuser wieder zurückziehen. Erst durch das nun erzwungene Planfeststellungsverfahren ist die erschreckende Dimension des Projektes publik geworden. Man hat die Anwohner damals über den Tisch gezogen", so Sonja Tesch von der Bürgerinitative Moorburgtrasse stoppen! 

Für die über 12 km lange Trasse erfolgt unter anderem ein Eingriff in den Baumbestand des Bertha-von-Suttner Parks und des Alsenparks. Es werden Weiden, Kastanien, Silber-Ahorne und Linden mit einem Stammdurchmesser von bis zu 1,60 m gefällt. Insgesamt sollen für das umstrittene Projekt 333 Bäume weichen, also unwesentlich weniger als bei der ursprünglich geplanten Trasse durch den Gählerpark. 

Auch im Bereich des Hafens ist die Fernwärmetrasse aus Sicht der EinwenderInnen problematisch. Der Hafen gehört zu den letzten Rückzugsräumen verschiedener seltener Vogelarten. Der Bau der Fernwärmetrasse zerstört ihre Bruthabitate und die im Rahmen der Maßnahme nötigen Rodungen schränken den Lebensraum bedrohter Vogelarten noch weiter ein.
Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat nun die Aufgabe, die Einwendungen zu bewerten. BUND und Bürgerinitiative fordern in jedem Fall einen öffentlichen Erörterungstermin im weiteren Verfahrensgang. „Alles andere wäre ein Affront gegen die Interessen der Anwohner und der gesamten Öffentlichkeit", so der BUND und die Bürgerinitiative.

Für Rückfragen:
Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. 600 387 12
Sonja Tesch, BI Moorburgtrasse stoppen, Tel: 43 28 08 37

Sonntag, 26. Juni 2011

Moorburgtrasse-stoppen: Der Countdown läuft: Einwendungen gegen die Moorbu...

Wir rufen auf, jetzt noch zahlreich Einwendungen gegen die geplante Fernwärmetrasse zu erheben!
Das Einwendungsverfahren im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens läuft noch bis Mittwoch, den 29.6.!!!.  (Bis dahin müssen die Einwendungen bei der BSU sein!)

Jede/r kann mitmachen, der seinen Wohnsitz in Deutschland hat!
Wir haben Vordrucke vorbereitet, die Du ausdrucken, unterschreiben und an die BSU schicken kannst.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Moorburgtrasse-stoppen: Parkfest im Gählerpark am 25.6.

Kein GrünEntzug in Altona !

Parkfest im Gählerpark
am Samstag, den 25. Juni 
ab 15.00 Uhr












  • Nachbarschaftsflohmarkt
  • Schnupperklettern
  • Livemusik akustisch- jedeR kann mitmachen
  • Essen und Trinken
  • Informationen über KEBAP (KulturEnergieBunkerAltonaProjekt)
  • Schreiben leicht gemacht: "kreative Einzeleinwendungen" gegen die Trasse formulieren

Vattenfall gibt nicht auf !

Wir werden über die neuen Pläne informieren und rufen auf, jetzt Einwendungen gegen die geplante Trasse zu erheben!
Im neuen Antrag hat Vattenfall die Orte des stärksten Widerstandes ausgespart- den Gähler- und den Lunapark.
Deshalb möchten wir mit Euch die Rettung des Gählerparks feiern!

Montag, 20. Juni 2011

Moorburgtrasse-stoppen: Planfeststellungsverfahren eröffnet

Jetzt ist es so weit: Vattenfall gibt nicht auf und beantragt die Trasse

Wir rufen auf, jetzt Einwendungen gegen die geplante Fernwärmetrasse zu erheben!

Im Herbst 2009 plante das Energieversorgungsunternehmen Vattenfall die Verlegung einer Fernwärmeleitung durch Altona. Der Trassenverlauf durch den Grünzug Altona (Gählerpark und Suttnerpark) und den Lunapark hätte etwa zweijährige umfassende Baumaßnahmen und die Fällung von etwa 300 Bäumen allein in Altona bedeutet.

Durch die Unterstützung breiter Bevölkerungskreise, des BUND Hamburg, Robin Wood, dem Recht auf Stadt-Netzwerk und nicht zuletzt durch die spektakulären Baumbesetzungen gelang es, das Bauvorhaben zunächst zu stoppen.

Schließlich hob das Oberverwaltungsgericht die alte Genehmigung auf. Nun muss Vattenfall ein völlig neues Planfeststellungsverfahren einleiten, welches die Bürgerbeteiligung und die Erstellung einer sogenannten Umweltverträglichkeitsprüfung vorsieht.

Nun beantragt Vattenfall erneut die Trasse.
Erwartungsgemäß wird die Trasse wegen erneut zu erwartender Bürgerproteste nicht durch den Gählerpark und den Lunapark führen.
Dennoch sind wir mit der Nutzung Kohle für die Fernwärme nicht einverstanden und fordern alle auf, sich am Einwendungsverfahren zu beteiligen. Einwendungen kann jede und jeder unabhängig vom Wohnort einreichen.
Wir wollen versuchen, die Fernwärmetrasse und das Kohlekraftwerk in Moorburg zu verhindern. Dafür ist es wichtig, dass viele EinwenderInnen ein deutliches Zeichen setzen, dass sie die Nutzung von Kohle für Strom und Fernwärme nicht wollen.

Die Antragsunterlagen des Energiekonzerns Vattenfall für das Planfeststellungsverfahren liegen nun offiziell aus und es besteht für alle BürgerInnen und Verbände die Möglichkeit, Einwendungen gegen das geplante Bauvorhaben einzureichen.

Die Pläne liegen bis zum 15. Juni aus:

Bezirksamt Altona, Jessenstr. 1-3, 5. Stock,
Bezirksamt Mitte, Klosterwall 8, Block D, Raum 103
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Amt für Immissionsschutz und Betriebe, Stadthausbrücke 8

Die Pläne sind auch online einsehbar:
www.hamburg.de/fernwaermeleitung-moorburg-altona
Wir empfehlen besonders Kapitel 3 (Kurzbeschreibung) und zur Umweltverträglichkeit besonders Kapitel 14 + 15 zu lesen und zu beachten.

Einwendungen können bis zum 29. Juni bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Amt für Immissionsschutz und Betriebe, Stadthausbrücke 8, 20355 Hamburg eingereicht werden.

Für die Einwendungen haben Sie verschiedene Möglichkeiten:
Sie können herunterladen und ausdrucken
Für eigene Einwendungen stehen Textbausteine zur Verfügung  

Infoflyer mit neuem Trassenverlauf als Pdf

Mittwoch, 15. Juni 2011

Moorburgtrasse-stoppen:

Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Einwendungsverfahrens


Zum Thema
"Masterplan Klimaschutz und Moorburgtrasse 
- wie paßt das zusammen?" 
 
Dienstag, 21.6. um 19:30 Uhr Friedenskiche Altona
  
auf Initiative der BI Moorburgtrasse-stoppen
Auf dem Podium nehmen teil:

  • BSU (angefragt, zugesagt, aber noch kein Name bekannt)
  • BUND Hamburg, Manfred Braasch
  • Arrhenius-Institut, Helmuth Groscurth (Verfasser Klimagutachten)
  • BI Moorburgtrasse-stoppen
  • Moderation: noch offen
Zu Beginn wird Herr Groscurth eine kurze Einführung in das Gutachten zum Masterplan Klimaschutz geben. Wer sich vorab informieren möchte, findet auf den Seiten der BSU entsprechenden Informationen.
Danach wollen wir direkt in die Diskussion einsteigen. Wir erhoffen uns von den Vertretern auf dem Podium eine aktuelle Bewertung der Sachlage, eine Erläuterung zum Ablauf des Planfeststellungsverfahrens und einen Ausblick auf die beiden möglichen unterschiedlichen Szenarien:
  • Was bedeutet es, wenn die Moorburgtrasse gebaut wird?
  • Was bedeutet es, wenn die Moorburgtrasse nicht gebaut wird?
Eine rege Beteiligung des Publikums ist vorgesehen und erwünscht.
Ort: Friedenskirche Altona, Am Brunnenhof
Datum: 21.6., 19:30 Uhr

Wer nicht zu der Diskussion kommen kann, aber eine Frage hat, die er/sie den Podiumsteilnehmern stellen möchte, schreibt diese bitte an "mitmachen(@)stop-greenwashing.org". Bitte die Frage sachlich formulieren und an wen sie gerichtet ist. Wir werden diese dann im Rahmen der Diskussion versuchen zu beantworten und die Antworten dann auch hier auf der Webseite veröffentlichen.


Montag, 16. Mai 2011

Moorburgtrasse-stoppen: Vattenfall wegbassen am 05.06.2011


Als Abschluß des Recht auf Stadt Kongresses:

Vattenfall wegbassen!


Die lauteste Demo in der Geschichte der BI Moorburgtrasse-stoppen und der "Recht auf Stadt" Bewegung ist vorüber, und wir können als Fazit sagen: Unser Anliegen war unüberhör-, aber vor allem auch unübersehbar!


Zwischen 1000-1500 Personen haben sich bei hochsommerlichen Temperaturen auf den Weg gemacht, zusammen den Weg der geplanten Trasse "abzubassen". Ich glaube, vielen ist dabei erst aufgegangen, auf welcher Länge hier ein Schneise durch Hamburg und Altona von Vattenfall gezogen werden soll.


Hier geht es zum ausführlicheren Bericht.

Donnerstag, 14. April 2011

Lesetage selber machen Kinder lesen für Kinder im Lunapark

Hamburg, Sonntag, 10.4.2011

Bei strahlendem Sonnenschein und in freier Frühlingsluft lasen sich 25 Kinder im Lunapark gegenseitig Geschichten vor. Ebenso viele Junggebliebene folgten den VorleserInnen von Leseort zu Leseort. Es ging um die Befreiung der Buchstaben, Gruselgeschichten im Zelt, die Gepflogenheiten der Olchies, Till Eulenspiegel und Witze über Puschkin auf dem Spielgerüst.

Mittwoch, 30. März 2011

Lesetage selber machen -Vattenfall tschüss sagen

Kinder lesen für Kinder


am Sonntag, den 10.April
um 15.00 Uhr
Spielplatz Lunapark
mit Beatboxworkshop
in der Lesepause
Eintritt frei

Geschichten für Groß und Klein unter freiem Himmel
oder in Zelten. Es gibt Kaffee und Kuchen.
Wer Lust hat, kann vorlesen, Erwachsene dürfen auch mal lesen.


Lesen macht Spaß!


Wir suchen noch Kinder, die Lust haben vorzulesen.
Meldet Euch bitte per email an info@ag-lunapark.de oder
kommt am Mittwoch ab 20.00 Uhr in den Lunapark an die Feuertonne!




Mittwoch, 23. März 2011

BI Moorburgtrasse-stoppen bei Großdemo am 26.3. in Hamburg


Die Welt schaut aktuell geschockt auf die Reaktorkatastrophe in Japan, Deutschland diskutiert den Ausstieg aus der Atomkraft. Jetzt, wo der Ausstieg in Deutschland so greifbar wie nie erscheint, gewinnt selbst für manche Atomkraftgegner die Kohlekraft wieder neuen Charme.

Ein Beispiel dafür ist die IG Metall, die zwar den Atomkraft-Ausstieg fordert, gleichzeitig aber auch den Neubau von Kohlekraftwerken. Dies verhindert jedoch den konsequenten, möglichen und nötigen Energiewandel.

Ein echter Energiewandel ist nur durch den Verzicht auf Atomkraft UND Kohlekraft möglich. 
Deshalb sitzt die BI Moorburgtrasse-stoppen auch im Orga-Team der Großdemo am 26.3. in Hamburg. Die BI spricht sich für das Abschalten und den kompletten Verzicht auf die Atomkraft aus. Jedoch werden wir von der Rednerbühne aus alle Menschen und MitstreiterInnen daran erinnern, nicht den schleichenden Tod zu vergessen. Dieser geschieht jeden Tag weltweit durch den Klimawandel, mitverursacht durch den CO2-Ausstoß der Kohlekraftwerke.


Infos zu der Großdemo gibt es bei Robin Wood:
http://www.robinwood.de/tag/fukushima/

Vattenfall kann es einfach nicht

Heute teilt die BSU auf ihrer Webseite folgendes mit:
"Die Firma Vattenfall Europe Wärme AG hat nun am Montag, den 31. Januar 2011, bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) die Antragsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren zum Bau einer 12,4 Kilometer langen Fernwärmeleitung zwischen dem Kraftwerk Moorburg und der Pumpstation Haferweg in Altona eingereicht. Die BSU hat die Vollständigkeit der Antragsunterlagen geprüft, um das Planfeststellungsverfahren einleiten zu können und festgestellt, dass die Antragsunterlagen ergänzt werden müssen. Die erforderliche Vervollständigung der Antragunterlagen wird voraussichtlich gut acht Wochen dauern. Erst dann kann das Verfahren offiziell gestartet und das Beteiligungsverfahren eingeleitet werden. Rund 40 Träger öffentlicher Belange (Dienststellen, Fachbehörden sowie Stadtentwässerung, Telekom etc.) sind in diesem Verfahren zu beteiligen und werden ihre fachliche Belange einbringen."

Also muß Vattenfall seine Hausaufgaben nochmal machen.
Vielleicht sollte Vattenfall sich weniger mit seinen greenwashing Lesetagen beschäftigen?
 
Die vollständige Stellungnahme der BSU findest Du unter diesem Link:
http://www.hamburg.de/fernwaermeleitung-moorburg-altona/

Dienstag, 22. März 2011

Lesetage selber machen


Muss eine sinnvolle und beliebte Veranstaltung wie die "Hamburger Lesetage" in den Händen eines Konzerns liegen, der mit seinen Aktivitäten die Gesundheit aller bedroht?

Wir sagen: JA zu den Hamburger Lesetagen, NEIN zu Vattenfall.
Deshalb gibt es vom 06.-15. April 2011 erstmals die Aktion
"Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen"

Das Programm mit über 60 Veranstaltungen an 40 Orten findest Du unter

www.lesetage-selber-machen.de.



Lesetage selber machen

Donnerstag, 3. Februar 2011

Pressekonferenz:
Vattenfall treibt Anwohner in die Bäume:
Vattenfall verhindert Hamburger Klimaschutz

Die Bilder aus Stuttgart sind noch nicht verblaßt, die Beteuerungen von Unternehmen, Politikern und Behörden, die Bürger an Großprojekten selbstverständlich zu beteiligen sind noch frisch. Da machen Vattenfall und die BSU genau das Gegenteil. In der Hoffnung, mitten im Wahlkampf würden es die Hamburger schon nicht merken, reicht Vattenfall den neuen Bauantrag für die Fernwärmetrasse bei der BSU ein. Transparente Aussagen über den Trassenverlauf: Fehlanzeige.
Und die BSU? Schweigt.

Die BSU schweigt ebenso zu der Tatsache, daß die Fernwärme aus Moorburg die Hamburger Klimaschutzziele torpediert. Diese Klimaschutzziele sind fest definiert: Bis 2020 soll gegenüber 1990 der Ausstoß von CO2 um 40 Prozent reduziert werden und bis 2050 um mindestens 80 Prozent. In einem selber gemeinsam von BSU und Vattenfall präsentierten Gutachten bereits im Oktober 2010 steht ausdrücklich: die Hamburger Klimaschutzziele sind mit Fernwärme aus dem KoKW Moorburg nicht zu erreichen!

In dem Gutachten steht eine eindeutige Alternative, die gleichzeitig Versorgungssicherheit und Zukunftsorientierung bietet: „Am zweckmäßigsten sei es, das Fernwärmenetz in Subnetze zu zerlegen.“ Dies würde die Einbindung erneuerbarer Energien fördern, den Wettbewerb der Betreiber dieser Subnetze und könnte auch dazu führen, bestimmte Subnetze nach der gründlichen Sanierung der Mehrzahl der Gebäude stillzulegen.

Im Gutachten schließt das Kapitel zur Fernwärme mit den Worten:
Wenn das Kraftwerk Moorburg einmal mit dem Fernwärmenetz verbunden ist, werden viele dieser Überlegungen hinfällig. Denn die neue Leitung wird den zukunftsorientierten Umbau des Netzes und damit eine CO2 arme Fernwärme verhindern.

Wenn die BI Moorburgtrasse-stoppen also nicht zusammen mit den Umweltinitiativen im Februar 2010 den Baubeginn gerichtlich gestoppt hätte, dann wären über 400 Bäume gefällt und eine gigantische Baustelle begonnen worden! Für eine Technologie, die laut eines unabhängigen Gutachtens die HH Klimaschutzziele zerstört und zusätzlich in ein paar Jahren überflüssig sein wird.

Genug Zeit und Gründe also für Vattenfall und BSU, um gemeinsam mit Umwelt- und Bürgerinitiativen über Alternativen nachzudenken!
Aber es passiert nichts … außer einer PR-Inszenierung von Hamburg als „Europäische Umwelthauptstadt“.

Und jetzt möchte Vattenfall genauso weitermachen wie zuvor und den Hamburgern eine Fernwärmeversorgung anbieten, die alleine für 450 Tsd. Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich sein wird.

Dabei sollte es Vattenfall doch besser wissen, daß die Hamburger sich nicht mehr für dumm verkaufen lassen:
  1.        in der HafenCity-Ost hat Vattenfall die Ausschreibung für die Wärmeversorgung verloren, weil die dortigen Bewohner/Investoren auf CO 2 arme Versorgung durch ein Blockheizkraftwerk setzen
  2.        die Politik hat Vattenfall als Premiumsponsor für den Titel als Umwelthauptstadt abgelehnt
  3.        die erfolgreiche Volksinitiative „Unser Hamburg, unser Netz“, bei der bereits über 12.000 ihre Stimme dafür abgegeben haben, Vattenfall die Kontrolle über das Strom- und Fernwärmenetz zu entziehen
  4.        BSU und Vattenfall streiten sich vor Gericht um die Unterlagen zu dem Strom- und Fernwärmenetz
  5.       "Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen" entwickelt sich zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte für eine selbstbestimmte kulturelle Aktion in Hamburg
  6.        die Aktionskette zwischen den Vattenfall AKWs Krümmel und Brunsbüttel, die 2010 rund 120 Tsd. Menschen aktiviert hat (im Abschnitt von Moorburgtrasse-stoppen waren alleine ca. 5000 Menschen)
  7.        Kohlekraftwerke haben keine Zukunft: zwei von drei geplanten Steinkohlekraftwerke in Brunsbüttel sind bereits gescheitert oder ruhen; um das dritte wird vor Gericht gestritten, eine Genehmigung ist fraglich

Bei all diesen Tatsachen, die Vattenfall ignoriert, ist es nur noch eine Randnotiz, daß der Hamburger Vattenfallchef Pieter Wasmuth sein vor laufender Kamera gegebenes Wort bricht. Bei einer Diskussionsveranstaltung im September 2010 sagte er wörtlich: "In jedem Falle lege ich Wert darauf, daß sie [die Trasse] nur dann gebaut wird, wenn es irgendeine Form des Konsens darüber gibt. Sie wird (…) gegen den Willen der Stadt, gegen den Willen der Politik oder auch gegen den Willen der Bürger nicht zu bauen sein.“

Deshalb wird die BI Moorburgtrasse-stoppen weitermachen. Und wir geben ebenfalls ein Versprechen ab: Sollte Vattenfall sich der Haltung der Hamburger Bürger widersetzen, so wird unsere Antwort laut und zornig sein. Moorburgtrasse-stoppen versteht sich als Teil von Recht-auf-Stadt, und unser Recht auf unsere Stadt werden wir uns nicht mehr von Kungeleien einiger weniger Konzern- und Politikvertreter nehmen lassen.

Egal, wo Vattenfall sie bauen möchte, die Hamburger werden die Moorburgtrasse stoppen!

Weitere Informationen unter:


Einladung zur Pressekonferenz: Vattenfall treibt Anwohner in die Bäume




Hamburg, 2.2.2011
Betr.: Einladung zur Pressekonferenz
Vattenfall treibt Anwohner in die Bäume
Zweite Runde im Genehmigungsverfahren für Fernwärmetrasse ist eingeläutet.
BI Moorburgtrasse-stoppen, AG Lunapark, BUND und Robin Wood laden ein zu einer
Pressekonferenz: Donnerstag, 3.2., 13:00 Uhr
Ort: Lunapark (Ecke Lunapark/Memellandallee, Altona)
Dreist instrumentalisiert Vattenfall das Hamburger Wahlkampfgetöse für seine
Absichten und hat am Montag leise den Antrag auf Planfeststellung gestellt. Dabei hat
Hamburgs Jahr als „Umwelthauptstadt Europas“ gerade erst begonnen. Noch dreister
ist allerdings, daß Vattenfall die neue favorisierte Route nicht der Öffentlichkeit
vorstellt.
Die BI Moorburgtrasse-stoppen hat sich seit den Baumbesetzungen im vergangenen
Jahr fest als Teil der Recht-auf-Stadt Bewegung in Hamburg etabliert. Wir werden
nicht zulassen, daß Vattenfall erneut die Öffentlichkeit hintergeht, und demonstrieren,
daß wir bereit sind, erneut Bäume zu besetzen und unsere Grünflächen zu schützen.
Eine Fernwärmetrasse, egal wo sie verläuft, wird es mit uns nicht geben!

Für Rückfragen:
BI Moorburgtrasse-stoppen

Postanschrift
Initiative Moorburgtrasse-stoppen
Bernstorffstraße 89
22767 Hamburg
E-mail:
Homepage:
Spendenkonto:
Sonja Tesch / Kto.: 2039 265 600;
PSD-Bank BLZ.: 200 909 00

Montag, 31. Januar 2011

Lunapark - 1 Jahr Schutzzone Jubiläumsfest

In der dem Lunapark besonderen entspannten Atmosphäre feierten die AktivistInnen der AG Lunapark mit NachbarInnen und vielen Gästen am Sonntag, den 30.1., das einjährige Bestehen der Schutzzone. Geschützt wird der Spielplatz Lunapark gegen Vattenfalls Trassenpläne vom Kraftwerk Moorburg zur Pumpstation Haferweg in Altona Nord. Musik gab es von der Tüdelband.

Der Lunapark hat sich dabei zu einem offenen und besonderen Treffpunkt entwickelt, wo sich Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft mit aktiven und interessierten Menschen aus ganz Hamburg treffen. Gemeinsames Kochen, Essen und Feiern vermischt sich dabei mit dem Austausch von Informationen und angeregten Diskussionen über Energie- und andere gesellschaftsrelevante Themen.

Samstag, 15. Januar 2011

Veranstaltungen im Januar 2011

www.4-revolution.de
Dokumentarfilm 
DIE 4. REVOLUTION 
– ENERGY AUTONOMY -
von Carl-A. Fechner
am Samstag, den 29.1.2011

um 19.30 Uhr im Clubheim von
SC Union 03,
Waidmannstr.17

mit anschließender Diskussion

Parkfest 
anläßlich 1 Jahr Schutzzone  
am Sonntag, den 30.1.2011
ab 14.00 Uhr im Lunapark 

Musik von der Tüdelband:
http://www.myspace.com/dietuedelband
Tombola
Essen, Infos,
Vattenfall Battle