Dienstag, 28. Juni 2011

Moorburgtrasse-stoppen: Moorburgtrasse darf nicht gebaut werden

Gemeinsame Pressemitteilung des BUND Hamburg und der BI Moorburgtrasse-stoppen:

Zum heutigen Ende der Einwendungsfrist haben Vertreter des BUND Hamburg und der Bürgerinitiative „Moorburgtrasse stoppen!" 3.750 Einwendungen gegen die Fernwärmetrasse vom Kohlekraftwerk Moorburg zur Pumpstation Haferweg bei der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) abgegeben. 

Hauptkritikpunkt vieler EinwenderInnen ist die Tatsache, dass die Fernwärmeauskopplung aus dem Kohlekraftwerk die Klimaschutzziele Hamburgs massiv gefährden würde. Sie würde den Fernwärmeabsatz für die Laufzeit des Kohlekraftwerks allein aus Wirtschaftlichkeitsgründen konstant hoch halten und damit der aus Klimaschutzgründen dringend nötigen Wärmesanierung von Altbauten zuwider laufen. Mögliche Alternativen, etwa eine flexible Fernwärmeversorgung mit einem neuen hocheffizienten GuD-Kraftwerk am Standort Wedel, die komplett ohne einen Trassenneubau umgesetzt werden könnte, wurden gar nicht geprüft. 

„Sollte die Fernwärmetrasse kommen, wäre dies die Kapitulation vor den eigenen Klimaschutzzielen, die sich die Stadt gesetzt hat. Eine kohlebefeuerte Fernwärmeversorgung à la Vattenfall behindert massiv den Ausbau dezentraler und klimaverträglicher Lösungen", so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. 

Viele AnwohnerInnen befürchten zudem während der Bauphase ein Verkehrschaos im Bereich der Holstenstraße und erheblichen Baulärm. Mit großer Sorge verweisen betroffene AnwohnerInnen auch auf Hinweise in den Planunterlagen, nach denen „Setzungsmulden" im Bereich des Geesthanges beim Tunnelbau „nicht ausgeschlossen werden können". „Aus heutiger Sicht würden viele Anwohner die Zustimmung für die Untertunnelung ihrer Häuser wieder zurückziehen. Erst durch das nun erzwungene Planfeststellungsverfahren ist die erschreckende Dimension des Projektes publik geworden. Man hat die Anwohner damals über den Tisch gezogen", so Sonja Tesch von der Bürgerinitative Moorburgtrasse stoppen! 

Für die über 12 km lange Trasse erfolgt unter anderem ein Eingriff in den Baumbestand des Bertha-von-Suttner Parks und des Alsenparks. Es werden Weiden, Kastanien, Silber-Ahorne und Linden mit einem Stammdurchmesser von bis zu 1,60 m gefällt. Insgesamt sollen für das umstrittene Projekt 333 Bäume weichen, also unwesentlich weniger als bei der ursprünglich geplanten Trasse durch den Gählerpark. 

Auch im Bereich des Hafens ist die Fernwärmetrasse aus Sicht der EinwenderInnen problematisch. Der Hafen gehört zu den letzten Rückzugsräumen verschiedener seltener Vogelarten. Der Bau der Fernwärmetrasse zerstört ihre Bruthabitate und die im Rahmen der Maßnahme nötigen Rodungen schränken den Lebensraum bedrohter Vogelarten noch weiter ein.
Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat nun die Aufgabe, die Einwendungen zu bewerten. BUND und Bürgerinitiative fordern in jedem Fall einen öffentlichen Erörterungstermin im weiteren Verfahrensgang. „Alles andere wäre ein Affront gegen die Interessen der Anwohner und der gesamten Öffentlichkeit", so der BUND und die Bürgerinitiative.

Für Rückfragen:
Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. 600 387 12
Sonja Tesch, BI Moorburgtrasse stoppen, Tel: 43 28 08 37

Sonntag, 26. Juni 2011

Moorburgtrasse-stoppen: Der Countdown läuft: Einwendungen gegen die Moorbu...

Wir rufen auf, jetzt noch zahlreich Einwendungen gegen die geplante Fernwärmetrasse zu erheben!
Das Einwendungsverfahren im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens läuft noch bis Mittwoch, den 29.6.!!!.  (Bis dahin müssen die Einwendungen bei der BSU sein!)

Jede/r kann mitmachen, der seinen Wohnsitz in Deutschland hat!
Wir haben Vordrucke vorbereitet, die Du ausdrucken, unterschreiben und an die BSU schicken kannst.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Moorburgtrasse-stoppen: Parkfest im Gählerpark am 25.6.

Kein GrünEntzug in Altona !

Parkfest im Gählerpark
am Samstag, den 25. Juni 
ab 15.00 Uhr












  • Nachbarschaftsflohmarkt
  • Schnupperklettern
  • Livemusik akustisch- jedeR kann mitmachen
  • Essen und Trinken
  • Informationen über KEBAP (KulturEnergieBunkerAltonaProjekt)
  • Schreiben leicht gemacht: "kreative Einzeleinwendungen" gegen die Trasse formulieren

Vattenfall gibt nicht auf !

Wir werden über die neuen Pläne informieren und rufen auf, jetzt Einwendungen gegen die geplante Trasse zu erheben!
Im neuen Antrag hat Vattenfall die Orte des stärksten Widerstandes ausgespart- den Gähler- und den Lunapark.
Deshalb möchten wir mit Euch die Rettung des Gählerparks feiern!

Montag, 20. Juni 2011

Moorburgtrasse-stoppen: Planfeststellungsverfahren eröffnet

Jetzt ist es so weit: Vattenfall gibt nicht auf und beantragt die Trasse

Wir rufen auf, jetzt Einwendungen gegen die geplante Fernwärmetrasse zu erheben!

Im Herbst 2009 plante das Energieversorgungsunternehmen Vattenfall die Verlegung einer Fernwärmeleitung durch Altona. Der Trassenverlauf durch den Grünzug Altona (Gählerpark und Suttnerpark) und den Lunapark hätte etwa zweijährige umfassende Baumaßnahmen und die Fällung von etwa 300 Bäumen allein in Altona bedeutet.

Durch die Unterstützung breiter Bevölkerungskreise, des BUND Hamburg, Robin Wood, dem Recht auf Stadt-Netzwerk und nicht zuletzt durch die spektakulären Baumbesetzungen gelang es, das Bauvorhaben zunächst zu stoppen.

Schließlich hob das Oberverwaltungsgericht die alte Genehmigung auf. Nun muss Vattenfall ein völlig neues Planfeststellungsverfahren einleiten, welches die Bürgerbeteiligung und die Erstellung einer sogenannten Umweltverträglichkeitsprüfung vorsieht.

Nun beantragt Vattenfall erneut die Trasse.
Erwartungsgemäß wird die Trasse wegen erneut zu erwartender Bürgerproteste nicht durch den Gählerpark und den Lunapark führen.
Dennoch sind wir mit der Nutzung Kohle für die Fernwärme nicht einverstanden und fordern alle auf, sich am Einwendungsverfahren zu beteiligen. Einwendungen kann jede und jeder unabhängig vom Wohnort einreichen.
Wir wollen versuchen, die Fernwärmetrasse und das Kohlekraftwerk in Moorburg zu verhindern. Dafür ist es wichtig, dass viele EinwenderInnen ein deutliches Zeichen setzen, dass sie die Nutzung von Kohle für Strom und Fernwärme nicht wollen.

Die Antragsunterlagen des Energiekonzerns Vattenfall für das Planfeststellungsverfahren liegen nun offiziell aus und es besteht für alle BürgerInnen und Verbände die Möglichkeit, Einwendungen gegen das geplante Bauvorhaben einzureichen.

Die Pläne liegen bis zum 15. Juni aus:

Bezirksamt Altona, Jessenstr. 1-3, 5. Stock,
Bezirksamt Mitte, Klosterwall 8, Block D, Raum 103
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Amt für Immissionsschutz und Betriebe, Stadthausbrücke 8

Die Pläne sind auch online einsehbar:
www.hamburg.de/fernwaermeleitung-moorburg-altona
Wir empfehlen besonders Kapitel 3 (Kurzbeschreibung) und zur Umweltverträglichkeit besonders Kapitel 14 + 15 zu lesen und zu beachten.

Einwendungen können bis zum 29. Juni bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Amt für Immissionsschutz und Betriebe, Stadthausbrücke 8, 20355 Hamburg eingereicht werden.

Für die Einwendungen haben Sie verschiedene Möglichkeiten:
Sie können herunterladen und ausdrucken
Für eigene Einwendungen stehen Textbausteine zur Verfügung  

Infoflyer mit neuem Trassenverlauf als Pdf

Mittwoch, 15. Juni 2011

Moorburgtrasse-stoppen:

Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Einwendungsverfahrens


Zum Thema
"Masterplan Klimaschutz und Moorburgtrasse 
- wie paßt das zusammen?" 
 
Dienstag, 21.6. um 19:30 Uhr Friedenskiche Altona
  
auf Initiative der BI Moorburgtrasse-stoppen
Auf dem Podium nehmen teil:

  • BSU (angefragt, zugesagt, aber noch kein Name bekannt)
  • BUND Hamburg, Manfred Braasch
  • Arrhenius-Institut, Helmuth Groscurth (Verfasser Klimagutachten)
  • BI Moorburgtrasse-stoppen
  • Moderation: noch offen
Zu Beginn wird Herr Groscurth eine kurze Einführung in das Gutachten zum Masterplan Klimaschutz geben. Wer sich vorab informieren möchte, findet auf den Seiten der BSU entsprechenden Informationen.
Danach wollen wir direkt in die Diskussion einsteigen. Wir erhoffen uns von den Vertretern auf dem Podium eine aktuelle Bewertung der Sachlage, eine Erläuterung zum Ablauf des Planfeststellungsverfahrens und einen Ausblick auf die beiden möglichen unterschiedlichen Szenarien:
  • Was bedeutet es, wenn die Moorburgtrasse gebaut wird?
  • Was bedeutet es, wenn die Moorburgtrasse nicht gebaut wird?
Eine rege Beteiligung des Publikums ist vorgesehen und erwünscht.
Ort: Friedenskirche Altona, Am Brunnenhof
Datum: 21.6., 19:30 Uhr

Wer nicht zu der Diskussion kommen kann, aber eine Frage hat, die er/sie den Podiumsteilnehmern stellen möchte, schreibt diese bitte an "mitmachen(@)stop-greenwashing.org". Bitte die Frage sachlich formulieren und an wen sie gerichtet ist. Wir werden diese dann im Rahmen der Diskussion versuchen zu beantworten und die Antworten dann auch hier auf der Webseite veröffentlichen.