Dienstag, 25. Oktober 2011

Kein Vattenfall-Tunnel unter St. Pauli!

Veranstaltung zur Verhinderung einstürzender Altbauten Freitag 28.10. um 19 Uhr GWA/Kölibri, 
Hein-Köllisch-Platz, Teamraum.
Zur Erinnerung: für sein im Bau befindliches Kohlekraftwerk will Vattenfall eine Fernwärmeleitung von Hamburg-Moorburg bis zur Grenze Altonas mit Stellingen verlegen. Für den Teil vom nördlichen Elbufer bis zur Endo-Klinik am Nobistor will Vattenfall St. Pauli untergraben. Der Tunnel für die Fernwärmeleitung soll mit einem Durchmesser von 4,40m in knapp 40m Tiefe verlegt werden. Dabei nimmt Vattenfall nach eigenen Angaben eine sogenannte "Setzungsmulde" in Kauf. Das heißt in einem Streifen von gut 50m jeweils beiderseits des Tunnels sind Versackungen nicht auszuschließen. Der Baugrund unter St. Pauli, insbesondere der Geesthang, gilt als besonders kritisch für Tunnelbauten. Insgesamt 141 zum Teil sehr große Gebäude liegen im Bereich dieser "Setzungsmulde". Es tun sich im Wortsinne Abgründe auf und - bisher noch gedankliche Parallelen zum Kölner Archiveinsturz. Aber so weit muss es ja nicht kommen. Es ist nicht mehr viel Zeit, aber wir können sie nutzen. Auf der Veranstaltung am 28.10. um 19 Uhr im Kölibri wird es einen Info-Teil geben. Im Anschluss werden wir uns für die Demo "Mietenwahnsinn stoppen" (am Samstag, dem 29.10. um 13.00 Uhr ab Millerntor) vorbereiten und bringen dazu Material mit. Das darf von Eurer Seite gerne ergänzt werden.  

Am 18. 11. beginnt dann das Erörterungsverfahren zu Vattenfalls Fernwärmeleitung

Alle Betroffenen können kommen, auch wenn sie bisher noch keine Einwendung geschrieben haben. Die geplante Untertunnelung von St. Pauli ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Einwendung. Die Erfahrung mit solchen Verfahren zeigt leider, dass wir uns nicht darauf verlassen können, dass die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt das schon anständig prüft. Zur Erinnerung: Diese Behörde hat unter der GAL-Umweltsenatorin Anja Hajduk hat - für eine 12,4 km lange Megabaustelle - das sog.e vereinfachte Plangenehmigungsverfahren" angewandt und das Projekt nach lediglich behördeninterner "Prüfung" einfach durchgewunken.
Doch Behörden reagieren wie Parteien und Gerichte auf politischen Druck. Um diesen schnell zu entfalten, möchten wir interessierte St. Paulianer_innen einladen.