Kohlekraftwerk Moorburg

Vattenfall ist Deutschlands klimaschädlichster Stromanbieter 
...und bei der CO2-Produktion weltweit sogar in der Spitzengruppe und will offenbar ganz nach oben aufs Siegertreppchen. Denn Vattenfall kürzt seine Investitionen in erneuerbare Energien - deren Anteil in Deutschland liegt im einstelligen Prozentbereich - erhöht also damit seinen Ausstoß an Treibhausgasen. Und behauptet das Gegenteil.

Quelle: Greenpeace

Quelle: Greenpeace

Gegenüber der Stadt Hamburg leistet sich unser „Grundversorger“ eine besondere Dreistigkeit: Vattenfall stellt sich außerhalb der deutschen und der europäischen Rechtsordnung. Mit seiner Milliarden-Klage vor dem Weltbank Schiedsgericht wegen der Umweltauflagen für das Kohlekraftwerk Moorburg will er die Stadt zwingen, gegen europäisches Umweltrecht zu verstoßen. Scheinheiliger geht es kaum noch, denn der Eigentümer, der schwedische Staat, muss dieses Recht eigentlich schützen.

Es ist ein bizarrer Rechtsstreit: Der Stromkonzern Vattenfall verklagt Deutschland vor einem internationalen Schiedsgericht auf milliardenschwere Zahlungen. Grund ist ein Behördenkrieg um das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg - der Zank verrät viel über das Verhältnis von Politik und Industrie.
vollständiger Artikel:Machtkampf um Moorburg

Artikel zur Schadenersatzklage Vattenfall ves. Deutschland (Quelle: spiegelonline):

Die miserable Energiebilanz vom im Bau befindlichen Kraftwerk Moorburg
Quelle: Greenpeace

Das Kraftwerk Moorburg ist für Hamburg völlig überdimensioniert. Nur ein kleiner Teil der Abwärme soll überhaupt genutzt werden. Fast die Hälfte der eingesetzten Energie verpufft ungenutzt und heizt die Umgebung auf: 
Selbst die – rechtlich nicht verbindliche – Zusage Vattenfalls für eine mögliche Erhöhung der Fernwärmeauskopplung auf 650 Megawatt ändert daran nichts Grundlegendes. Die Energiebilanz von Moorburg fällt damit schlechter aus als die des alten Heizkraftwerks in Wedel mit circa 66 Prozent.

Die Strompreise für Privatkunden sind seit Vattenfalls Übernahme der HEW in Hamburg um ca. 30% gestiegen. Die Bundesnetzagentur hat u. a. Vattenfall „verlogene“ Begründungen für die Preissteigerungen vorgeworfen.
Die verschenkten Emissionsberechtigungen beim CO2-Handel haben Vattenfall Zusatzgewinne ohne irgendeine Gegenleistung in Milliardenhöhe beschert. Der Verbraucher zahlt aber deswegen höhere Preise, weil Vattenfall deren Geldwert auf den End- Verkaufspreis aufgeschlagen hat

28. Juni 2007: An einem einzigen Tag müssen innerhalb von zwei Stunden das AKW Brunsbüttel und das AKW Krümmel vor den Toren Hamburgs durch schnelle Notabschaltung vom Netz. Technisches Versagen, menschliche Fehler, eine unsägliche Verschleierungs- und Beschönigungstaktik des Betreibers Vattenfall kommen anschließend an die Öffentlichkeit.

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